Kurzer Zwischenbericht

12. März 2010

Um Gerüchten über mein plötzliches Ableben entgegen zu wirken: Mir geht es soweit ganz gut!
Ich habe mir nur selbst verboten, mich in irgendeiner Weise privat mit dem Computer zu beschäftigen. Das fällt mir sehr schwer, aber da ich den ganzen Tag beruflich mit Tastatur, Maus und Touchpad arbeiten muss und dadurch immer wieder Rückfälle erleide, möchte ich die Sache nicht auch noch durch private Schreibtätigkeiten verschlimmern.
Es tut mir Leid, wenn ich dadurch einigen das Gefühl gebe, mich nicht mehr für sie zu interessieren. Das ist nicht der Fall, aber ich möchte mich einfach nicht selbst in Versuchung führen und bitte weiterhin um Verständnis.

Auszeit

14. Dezember 2009

Sorry, aber ich muss eine Auszeit vom Schreiben nehmen – sozusagen ärztlich verordnet. Die Epicondilytis ist wieder zurückgekehrt, dieses Mal in beiden Ellbogen (bin jetzt beidseitig getaped). Im linken Arm kommt auch noch ein eingeklemmter Nerv dazu, der mir den Ringfinger und den kleinen Finger “betäubt”.
Deshalb gilt für mich momentan ein generelles, privates Schreibverbot – im Beruf muss ich leider im Dezember noch die Zähne zusammenbeißen.

Berlin, Berlin …

16. September 2009

… wir waren in Berlin!

Gestern Abend sind Herr Samrow und ich von unserer Städtereise zurück gekommen. Vier Tage Berlin im Schnelldurchgang. Überwältigend und berauschend, verwirrend und informativ, ermüdend und belebend. Berlin ist irgendwie alles gleichzeitig.

Bestimmt werde ich irgendwann meine Erlebnisse hier zusammenfassen, im Moment genieße ich noch ein paar Tage Urlaub.

Herbstgebäck

3. September 2009

Lebkuchen, Dominosteine, Spekulatius …
Das mag ich alles gerne – mit einer schönen Tasse Kaffee oder Tee, im Kaminofen flackert ein wärmendes Feuer, mein Kater kuschelt sich auf meinem Schoß gemütlich zusammen und draußen laufen die Spaziergänger mit dicken Jacken, Mützen und Handschuhen vorbei.

Aber verdammt noch mal, ich mag das Zeug nicht im August/September bei 31°C!!!einself!!!

Ich habe das Gefühl, dass die Supermärkte das sogenannte “Herbstgebäck” jedes Jahr noch ein paar Tage früher in die Verkaufsräume stellen. Jedes Jahr stehe ich dann fassungslos vor diesen Artikeln und stelle noch fassungsloser fest, dass tatsächlich schon einige Lücken in den Regalen erkennbar sind. Irgendjemand kauft das also! Im August! Bei über 30°C!

Nun gut, es soll jeder essen was er will. Aber haben diese Augustlebkuchenkäufer denn gar kein Saisongefühl mehr? Merken sie nicht, dass sie sich selbst etwas nehmen? Nämlich das Gefühl, etwas Besonderes zur richtigen Zeit zu kaufen. Der erste frische (und nicht tagelang aus weißderkuckuckwoher transportierte) Spargel, die ersten (wirklich reifen und gut schmeckenden) Erdbeeren. Fasnetsküchle an Fasnet, hart gekochte und gefärbte Ostereier an Ostern (und nicht als “Vespereier” das ganze Jahr) – ja und eben Lebkuchen, Dominosteine und Spekulatius in der Adventszeit.

Dass die Supermärkte das Zeug möglichst früh auf den Markt bringen, um die Verkaufszeit zu verlängern und somit einen größeren Reibach zu machen, verstehe ich ja noch. Der Shopblogger hat ja auch mal erklärt, dass er die Sachen deshalb schon im Frühherbst in seinen Laden bringt, weil er sie von seinem Vorlieferanten schon so früh aufgedrängt bekommt. Eine Lagerfläche dafür hat er nicht und später bestellen ist auch nicht möglich, denn dann gibt es vom Lieferanten nichts mehr, weil dieser dann im Dezember schon mit der Osterware in den Startlöchern steht. *kopfschüttel*

Wenn sich jedoch alle weigern würden, das Zeug so frühzeitig zu kaufen. Wenn alle es ignorieren würden, bis tatsächlich die Zeit dafür gekommen ist …

Twilight

2. September 2009

Seitdem ich nun auch das erste Kapitel aus der Darcy-Version veröffentlicht habe, wissen alle, dass ich mich von der Bis(s)-Serie zu einem Crossover inspirieren ließ. Die Idee, dass Darcy ein Vampir sei, der aufgrund ihres Geruchs von Anfang an auf Elizabeth fixiert ist und sie dennoch gleichzeitig mit seinem Verhalten auf Distanz hält, erschien mir recht passend zu sein.
Es wurde letztendlich viel mehr Stolz & Vorturteil als Twilight, deshalb poste ich die zwei Storys auch unter dieser Rubrik. Auch werde ich nicht alle Elemente aus Twilight übernehmen. Ich nehme mir die künstlerische Freiheit, zum Beispiel das Glitzern in der Sonne wegzulassen, was ich persönlich ziemlich bescheuert finde. Auch werden bei mir keine Wölfe auftauchen. Ich hoffe, dass ich damit nicht beide Lager verärgere.

Film und Buch

28. August 2009

Ich bin gerade (wieder einmal) in einer Jane-Austen-Phase. Nicht nur, dass ich selbst wieder schreibe und eines ihrer Bücher als Vorlage verwende, nein, ich sehe mir auch gerade wieder Jane-Austen-Verfilmungen an und habe gestern damit begonnen, Persuasion zu lesen.
In Verfilmungen, gerade von so komplexen Büchern, können ja nie alle Begebenheiten berücksichtigt werden und es gibt die Jane-Austen-Puristen, die an den Filmen kein gutes Haar lassen. Ich sehe das nicht so eng. Natürlich gibt es Verfilmungen, die mir persönlich besser gefallen, wie Pride & Prejudice 1995, als andere, wie Northanger Abbey 1986 (der ist absolut grottig).
Letztendlich ist es jedoch immer das Buch, das zählt. Allerdings muss ich den Filmen zugute halten, dass sie mich oft dazu gebracht haben, wieder einmal das Buch in die Hand zu nehmen. Das war erst jetzt wieder so, denn nachdem ich am Mittwochabend die Verfilmung von Persuasion 2007 angesehen habe, wollte ich jetzt unbedingt das Buch wieder lesen. Danach kommt vermutlich Northanger Abbey, um Mansfield Park werde ich aber wohl weiterhin einen Bogen machen – ich erinnere mich noch viel zu gut daran, dass ich es fürchterlich langweilig fand und mich regelrecht hindurch gequält habe. Aber wer weiß, die neue Verfilmung von Mansfield Park habe ich ja noch vor mir, vielleicht werde ich ja dadurch auch wieder zum Lesen animiert.

Diebstahl oder Rettung?

24. August 2009

Gestern waren Herr Samrow und ich zu Besuch bei meiner Schwester. Das Wetter war zwar ein wenig windig, doch die Sonne schien angenehm warm und doch nicht zu heiß und kein Wölkchen ließ sich am Himmel sehen. Deshalb saßen wir im Garten.

Wir hatten uns kaum dort hingesetzt und die ersten Kuchenstücke verteilt, als ein kleines Kätzchen durch den Garten hüpfte, jeden Grashalm beschnüffelte und hinter einem Schmetterling her hechtete.
„Das ist seit ein paar Tagen immer wieder einmal bei uns“, erklärte mir meine Schwester und fügte seufzend hinzu, dass es vermutlich den Nachbarn gehören würde.
Die Nachbarn sind eine Familie mit mindestens sieben oder acht Kindern. Ich betone hier noch einmal, dass ich nichts gegen kinderreiche Familien habe, ich habe selbst vier Geschwister. Wenn diese Familie meint, dass eine reichliche Kinderschar erstrebenswert ist, dann ist das ihre Sache.
Nicht verstehen kann ich jedoch deren Tierhaltung. Zuerst hatten sie eine Katze, deren langes Fell auf Perservorfahren hindeutete. Jeder, der einmal mit einer langhaarigen Katze zusammenwohnte, weiß, dass man die ständig bürsten muss, sonst verfilzt das Fell. Das Fell der Nachbarskatze war sehr verfilzt. Auch saß sie ständig bei meiner Schwester vor der Tür und fraß das Futter, das sie ihrem Familienkater bei längerer Abwesenheit auf den Balkon stellte.

Das Problem erledigte sich – so hart es klingt – allerdings von selbst, denn die Perserkatze wurde überfahren. Dann kam ein Hund.

Der Yorkshire-Terrier Tobi „durfte“ viel mit den Kindern spielen. Er „durfte“ auch rutschen, was ihm wohl nicht so gefiel, denn meine Schwester erzählte mir, dass er jämmerlich dabei gejault hat. Im Winter musste Tobi oft draußen im Freien bleiben und saß triefend nass und ohne Unterstellmöglichkeit vor der Tür und zitterte so, dass seine Hundemarke im Stakkato klapperte.
Was mit Tobi dann geschah, war nicht in Erfahrung zu bringen, denn eines Tages saß er nicht mehr im Garten.

Danach kamen ein paar Kaninchen, die einen Stall am Ende des Gartens bekamen. Vielleicht landeten sie im Kochtopf, vielleicht verhungerten sie auch einfach oder starben an den Folgen der Einzelhaft, denn nur kurz darauf waren die Kaninchen wieder verschwunden.

Dann kam ein Schäferhundwelpe. Goldi, wie er gerufen wurde, durfte auch eine Weile mit den Kindern spielen. Allerdings saß er auch oft allein im Garten und heulte so jämmerlich, dass verschiedene Nachbarn sich beschwerten. Daraufhin wurde er verkauft – zumindest war das die Aussage des Familienvaters.

Und nun ist da dieses verspielte, zutrauliche Kätzchen. Ein kleiner Kater, wie ich feststellte, als ich mit ihm spielte. Immer wieder kam er zu uns, sprang im Spiel unsere Beine unter dem Tisch an, ließ sich streicheln, drückte schnurrend sein Köpfchen an meine Hand und sprang letztendlich sogar auf meinen Schoß, um sich dort zusammenzurollen und ein kleines Nickerchen zu machen.

Zunächst aus Spaß und schließlich mit immer größerem Ernst sagte ich zu Herrn Samrow, dass wir den Kleinen mit nach Hause nehmen würden. Der Gedanke, was für ein Schicksal dem Kleinen mit der interessanten Färbung (kein Tiger, mehr eine Bengal) blühte, machte mich fast krank. Und je häufiger der Kleine zu mir kam, sich von mir streicheln ließ, und immer wieder meinen Schoß aufsuchte, um sich an mich zu kuscheln, umso heftiger hatte ich das Verlangen, ihn mitzunehmen.

Hätte Herr Samrow nicht vehement dagegen protestiert und mich – zu Recht – daran erinnert, dass unser eigener Kater ganz und gar nicht damit einverstanden wäre, sein Revier mit einem anderen zu teilen, dann hätte ich den Kleinen eingepackt.
Wäre das Diebstahl oder Rettung vor einem ungewissen Schicksal gewesen?
Mir geistert der Kleine immer noch im Kopf herum. Was könnte ich tun, um irgendjemanden auf die seltsame Art der Tierhaltung dieser Familie aufmerksam zu machen? Ich habe noch nicht einmal einen Beweis, nur die Erzählungen meiner Schwester und meines Schwagers, die auch nur bruchstückhaft mitbekommen, was im Garten der Nachbarn abläuft. Ab wann mischt man sich ein?

Bauchschmerzen

20. August 2009

Mit ein bisschen Bauschmerzen habe ich heute das erste Kapitel meiner neuen Geschichte veröffentlicht. Am Anfang ist es immer ein bisschen schwierig, seine Arbeit in die Öffentlichkeit zu stellen.
Ständig fragt man sich: Ist sie gut genug? Wird sie auch gelesen? Wie gefällt sie den Lesern?

Das nennt man wohl Lampenfieber, ein Teil meines Schreiberdaseins, auf den ich echt verzichten könnte. Andererseits ist da jedoch das Feedback, das man nur bekommt, wenn man die Story ins Licht der Welt schickt. Ich habe jetzt erst wieder gemerkt, wie wichtig mir das ist. Bisher haben meine Geschichte nämlich nur zwei Personen gelesen und schon allein deren Kommentare haben mir so viel Schwung und Elan verschafft, dass mir gleich ein paar Kapitel aus den Fingern geflossen sind.

Das erhoffe ich mir natürlich mit den Kommentaren, die hoffentlich auf die veröffentlichten Kapitel kommen. Ein Grund, weshalb ich mein Vorhaben, den Text erst zu veröffentlichen, wenn er fertiggestellt ist, aufgegeben habe.

Durchgefallen

20. August 2009

Ich habe gar nichts Neues von unseren Azubis erwähnt. Vor allem, dass der Kollege aus diesem Bericht hier die Prüfung nicht bestanden hat. Was mich jetzt – ehrlich gesagt – auch nicht gewundert hat.
Dummerweise ist auch ein zweiter Azubi durchgefallen, einer, von dem wir das nicht unbedingt erwartet hätten. Und auch recht knapp, nämlich nur um eine Stelle hinter dem Komma.
Bei dem anderen hat es sich dagegen richtig gelohnt. Ein so schlechtes Zeugnis haben wir noch nie gesehen und vor allem die schlechte Arbeitshaltung hat uns sehr verärgert. Man kann auch mal etwas nicht wissen, oder solche Prüfungsangst haben, dass am Prüfungstag einfach nichts gelingt und alles schief geht. Aber man kann sich wenigstens bemühen.

Leider müssen wir auch Azubis, die eindeutig nicht wollen, eine Ausbildungsverlängerung gewähren. Zweimal sogar. Schlimmstenfalls müssen wir den lustlosen, nichtlernwilligen, um keine Ausrede verlegenen Azubi also ein weiteres Jahr mit durchziehen. Bei vollem monatlichen Azubigehalt des dritten Lehrjahrs. Und dass er mit einer derartig negativen Einstellung zum Lernen die Winterprüfung nicht besteht, ist eigentlich vorprogrammiert. Er weiß genau, dass wir ihn definitiv nicht übernehmen werden. Sobald er also die Prüfung besteht, muss er den Betrieb verlassen. Ob er mit seinem schlechten Zeugnis jemals wieder eine Stelle bekommt, ist fraglich. Also letztlich macht er es sogar richtig, wenn er ein weiteres Mal durchfällt – obwohl ich nicht einmal glaube, dass er soweit denkt.

Sternschnuppe

16. August 2009

Gestern Abend habe ich zum ersten Mal in meinem Leben bewusst eine Sternschnuppe gesehen. Natürlich habe ich mir sofort etwas gewünscht, was ich hier nicht verraten werde ;-) .

Wir waren bei Freunden eingeladen und sind bis spät in die Nacht auf deren Terrasse gesessen. Ein richtig schöner Abend. Blöd nur, dass ich mich dazu hinreißen ließ, am Nachmittag zwei Tassen Kaffee zu trinken. Das Koffein hat nämlich eine fatale Wirkung auf mich. Bis um halb vier heute früh geisterte ich schlaflos durchs Haus und habe mir nacheinander zwei Filme angesehen, die ich aufgezeichnet habe (”Der Jane-Austen-Club” und “Tristan und Isolde” beide ganz nett, aber nichts herausragendes) , während Herr Samrow schon selig schlummerte.

Ich hätte mir also von der Sternschnuppe lieber einen guten Schlaf wünschen sollen. Aber zum Glück ist heute ja Sonntag, da ist es nicht ganz so schlimm, dass ich so wenig geschlafen habe.